Stacks Image 192

    Mauszeiger auf Schlagzeile bringen um mehr zu lesen

    Schwimmen gilt als eine der gesündesten Sportarten überhaupt. Infolge der Auftriebskraft des Wassers reduziert sich das Gewicht eines Mannes von 70 kg auf dem Land auf 6,6 kg (der über Wasser gehaltene Kopf wiegt davon ca. 4 bis 5 kg) im Wasser. Damit entfällt ein erheblicher Teil der Stütz- und Haltearbeit der Wirbelsäule und Rückenmuskulatur. Die Muskulatur kann sich vollkommen entspannen, die Wirbelsäule wird entlastet. Dadurch entfallen natürlich auch krankheitsbedingte Beeinträchtigungen, die die Bewegung auf dem Land hemmen. So können auch Körperbehinderte unter Beachtung von Sicherheitsmaßnahmen das Schwimmen erlernen beziehungsweise sich im Wasser frei bewegen.
    Beim Schwimmen gibt es im Vergleich zu anderen Sportarten relativ geringe alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede. Die horizontale Lage, die Kühlfunktion des Wassers, die Auftriebskraft des Wassers, die Elastizität der Muskeln, das verhältnismäßig geringe Gewicht der Muskeln im Vergleich zum Körpergewicht mit dadurch bedingter hoher Wasserlage, der hydrostatische Druck, das günstige spezifische Gewicht von Kindern im Gegensatz zu Erwachsenen, das erhöhte Schlagvolumen des Herzens im Vergleich zu Erwachsenen sind Gründe für die geringen alterspezifischen Unterschiede. Schwimmen ist eine Ausdauersportart, in der es keiner plötzlichen großen Kraftanstrengungen bedarf, was sich leistungsbegünstigend auswirkt.

    • Die Schwimmstile

    Brustschwimmen
    Brustschwimmen
    Brustschwimmen
    wird in Schwimmkursen meist als erste Technik erlernt. Die Wettkampf-Variante ist die schwierigste und am zeitaufwändigsten zu erlernende Schwimmart, manche Schwimmer können auf Grund der Disposition ihrer Hüftgelenke keinen regulären Bruststil mit Grätschschlag schwimmen. Ebenso sind auch das richtige Timing und das Wassergefühl beim Wettkampfbrustschwimmen um einiges anspruchsvoller als bei allen anderen Schwimmarten.


    Delfinschwimmen
    Das Delfinschwimmen, auch Schmetterlingschwimmen, gilt heute nach dem Kraulstil als die zweitschnellste Schwimmart und nach dem richtig ausgeführten Bruststil als die zweitanstrengendste. Bei Wettkämpfen wird es bis zu einer Distanz von 200 Meter absolviert.
    Seit den 1930er Jahren hatte sich das Delfinschwimmen aus dem Bruststil entwickelt. Durch das Nachvornebringen der Arme über dem Wasser reduzierten innovative Brustschwimmer ihren Wasserwiderstand. Wegen des erhöhten Kraftaufwands schwammen diese Schwimmer meist nur einige Meter oder eine Bahn im Schmetterlingstil und wechselten dann zum üblichen Bruststil. Erst durch die weitere Verfeinerung der Technik wurde das Delfinschwimmen ökonomischer. Beim Armzug werden beide Arme gleichzeitig mit einer leicht S-förmig ziehenden Bewegung (sog. Schlüssellochzug) unter Wasser von vorn nach hinten geführt und


    Alle Beiträge von DPO
    über den Schwimmsport
    findest Du
    HIER !

    Stacks Image 237

    Beim Freistilschwimmen darf der Schwimmer eine beliebige Schwimmart schwimmen. Hierbei darf auch während einer Strecke der Schwimmstil gewechselt werden. Die FINA-Wettkampfregeln besagen, dass dabei während des gesamten Wettkampfes ein Körperteil des Schwimmers die Wasseroberfläche durchbrechen muss. Es ist dem Schwimmer jedoch erlaubt, während der Wende sowie für eine Strecke von 15 Metern nach dem Start und nach jeder Wende völlig untergetaucht zu sein, spätestens an diesem Punkt muss der Kopf aber das Wasser durchstoßen haben. Bei der Wende und beim Zielanschlag darf der Schwimmer die Beckenwand mit einem beliebigen Körperteil berühren. Da der Kraulstil die schnellste Schwimmart ist, wird im Freistilschwimmen praktisch immer der Kraulstil geschwommen. Beim Lagenschwimmen und in Lagenstaffeln darf im Freistil-Teil jede Schwimmart außer Brust-, Schmetterling- oder Rückenschwimmen geschwommen werden.

    • Die Strecken
    Geschwommen werden Strecken gemäß den Regularien, die meist ein Vielfaches von 100-Meter-Abschnitten sind: 100 m, 200 m, 400 m, 800 m und 1500 m, 5000 m sowie die 50-m-Distanz als Sprintstrecke. Beim Langstreckenschwimmen kommen Strecken zwischen 5 km und 25 km hinzu, die meist in offenen Gewässern (Freiwasserschwimmen) ausgetragen werden. Neben Einzelwettkämpfen finden auch Staffelwettkämpfe statt, wobei hier ausschließlich 4er-Staffeln geschwommen werden. International gibt es Staffelwettbewerbe über 4×50 m, 4×100 m und 4×200 m.

    • Die Bahnen
    In Wettkämpfen stehen sich maximal so viele Schwimmer gegenüber, wie Bahnen im Schwimmbecken vorhanden sind. Ausnahmen gibt es über 1500 m und 800 m Freistil, wo in kleineren Wettkämpfen zwei Schwimmer pro Bahn antreten. Für ein Wettkampfbecken sind regulär acht Bahnen vorgesehen. Bei Ausscheidungswettkämpfen werden daher mehrere Läufe ausgetragen, in denen die Schwimmer jeweils an der nächsten Ausscheidungsstufe teilnehmen dürfen, wenn sie die nach dem Reglement erforderten Platzierungen erreicht haben. Der schnellste gemeldete oder qualifizierte Schwimmer startet immer auf der Bahn 4, der zweitschnellste Schwimmer folgt auf der Bahn 5, weiter geht es dann über die Bahnen 3, 6, 2, 7, 1 bis zur Bahn 8, auf der der langsamste Schwimmer des Laufes schwimmt. Bei Wettkämpfen sind die Bahnen 4 und 5 meist von gelben Leinen eingefasst, um die beiden stärksten Schwimmer zu kennzeichnen.


    Der Deutsche Schwimm-Verband e.V., im Jahre 1886 in Berlin gegründet, vereinigt unter seinem Dach die Schwimmverbände in den Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland und deren Mitglieder in rund 2.200 Vereinen. Mehr als 600.000 Menschen unterschiedlichsten Alters gehören ihm an.
    Der Deutsche Schwimm-Verband repräsentiert vier olympische Sportarten von ganz außerordentlichem öffentlichem Interesse und daneben eine immense freizeitsportliche Massenbewegung.
    Hieraus leitet sich unser Anspruch ab auf umfassende Förderung und Unterstützung durch Staat und Kommunen und konstruktive Zusammenarbeit mit Medien aller Art, ebenso unsere Zuversicht, ein wertvoller Partner der Wirtschaft zu sein.
    Unsere Zielvorgabe ist es, den DSV als d e n kompetenten und zeitgemäßen Verband und Dienstleister für Schwimmsport in allen leistungs-, freizeit- und gesundheitssportlichen Facetten für noch mehr Menschen zu öffnen.
    Es muss noch deutlicher werden, dass Schwimmsport im Schwimmverein am schönsten ist.

    Stacks Image 386

    dann gerade wieder über den Kopf nach vorn gebracht, es wird normalerweise alle zwei Züge nach vorne geatmet. Die Beine wurden ursprünglich im Grätschschlag bewegt, daraus entwickelte sich später eine Ganzkörper-Wellenbewegung, die sich vom Brustkorb an bis in die Füße fortsetzt. Pro Armzug werden zwei Beinschläge ausgeführt. Der zweite ist hierbei kräftiger als der erste.


    Das Kraulschwimmen, kurz Kraulen oder Kraul, ist die schnellste Schwimmart, da durch den wechselseitigen Armzug in Kombination mit dem ebenfalls wechselseitigen kraftvollen Abwärts-Beinschlag ein Antrieb ohne Unterbrechung und so eine optimale Vortriebswirkung erzeugt wird. Des Weiteren ist der Frontalwiderstand gegen das Wasser bei dieser Schwimmart am niedrigsten. Mit dem Kraulstil wurde 1912 erstmals der hawaiische Schwimmer Duke Kahanamoku Olympiasieger.
    Das Gesicht des Schwimmers befindet sich beim sportlichen Kraulen meist im Wasser und wird je nach Anstrengungsgrad und individuellem Vermögen mit jedem Armzug oder nach mehreren Armzügen zum Luftholen seitwärts aus dem Wasser gedreht. Ausgeatmet wird in das Wasser hinein. Dabei bleibt der Körper prinzipiell in der Horizontalen. Während zweier Armzüge machen Schwimmer auf kurzen Strecken normalerweise sechs Beinschläge, auf Langstrecken meistens nur zwei Beinschläge. Die übliche Wende beim Kraulschwimmen ist die Rollwende, bei der der Schwimmer anstatt mit der Hand anzuschlagen eine Rolle vor der Beckenwand macht und sich dann mit den Beinen wegstößt.

    Rückenschwimmen
    Rückenschwimmen
    Beim Rückenschwimmen liegt der Schwimmer flach auf dem Rücken im Wasser. Beim Rückenkraulen wird der Armzug wechselseitig ausgeführt, wobei die Arme über dem Kopf ins Wasser eintauchen, unter Wasser nach vorne geführt werden und oben wieder zurück. Um eine möglichst hohe Effizienz zu erreichen, wird der Arm unter Wasser nicht gerade, sondern abgeknickt geführt, da man im gebeugten Arm mehr Kraft hat (sogenannte "Ellenbogen-vorn-Haltung"). Der Beinschlag besteht, wie beim Kraulen, aus abwechselnden Auf- und Abbewegungen der Beine aus der Hüfte heraus. Ein starker Beinschlag beim Rückenschwimmen stabilisiert die Lage im Wasser. Der Stil Altdeutsch-Rücken unterscheidet sich davon durch Beinbewegungen im Brust-Stil.

    Das Lagenschwimmen ist eine Kombination von vier Schwimmstilen. Dabei wird jeweils ein Viertel der Strecke (meistens 50 m oder 100 m) in einem Stil geschwommen. Im Einzelwettbewerb ist die Reihenfolge Schmetterling, Rücken, Brust und schließlich Freistil (in der Regel Kraul). In der so genannten Lagenstaffel treten vier Schwimmer an, die jeweils einen der vier Schwimmstile absolvieren. Hierbei ändert sich jedoch die Reihenfolge: es beginnt der Rückenschwimmer, um den Start korrekt im Wasser befindlich zu vollziehen, gefolgt von Brust, Schmetterling und Freistil.
    Bei internationalen Wettbewerben wird das Lagenschwimmen im Einzelwettkampf über 200 m und 400 m sowie als Staffel über 4×100 m ausgetragen. Bei Schwimmwettkämpfen auf der Kurzbahn (25 m) gibt es zusätzlich die 100-m-Lagen und die 4×50-m-Lagenstaffel.


    Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Schwimmen

    Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Schwimmen oder kurz DMS sind die Ligenwettkämpfe im Schwimmsport. Wie in anderen Sportarten auch gibt es eine 1. und 2. Bundesliga und absteigend weitere Ligen. Es existieren auch Auf- und Abstiegsregeln. Weil der Schwimmsport aber eine Einzelsportart und keine Mannschaftssportart darstellt, treten in den DMS-Ligen einige Besonderheiten auf.
    Die 1. Bundesliga besteht aus 12 Mannschaften. Darunter existieren drei 2. Bundesligen: Nord für Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, West für Nordrhein-Westfalen und Süd für die restlichen Bundesländer. Die Etablierung einer eigenen 2. Bundesliga Ost scheiterte im März 2005 nach nur neun Monaten.





    Unter der 2. Bundesliga existieren die Landesverbandsligen (z.B. Bayernliga, Sachsenliga etc.), die Landesligen und als unterste Ebene die Bezirksligen.
    Die Wettkämpfe finden in der Regel zweimal jährlich statt, in einem Vorkampf Mitte oder Ende Oktober und in einem davon unabhängigen Endkampf Mitte November. Der Vorkampf, in dem jeweils sechs Mannschaften der Herren und der Damen zusammen in einer Stadt antreten, dient der Einteilung in Aufstiegs- und Abstiegsgruppe für den Endkampf. In der 1. Bundesliga heißt der sonst übliche Aufstiegskampf "Meisterrunde". Die Gewinnermannschaft der Meisterrunde darf den Titel Deutscher Mannschaftsmeister führen.

    Werbung:


    Und hier noch ein Videospot über den Schwimmsport aus der Schweiz vom Bundesamt für Sport BASPO / Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen EHSM.

    Impressionen aus dem Schwimmsport
    Bilder anklicken zum Vergrößern









































    Digitalphotos-online.com/Schwimmen Grundlagen
    © 2007-2014 DIGITALPHOTOS-online.com / Sport-DPO.de