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    Ringkampf ist Zweikampf. Es ist die Auseinandersetzung mit einem sportlichen Gegner. Ringen erfordert den Einsatz des ganzen Körpers. Voraussetzungen für den Erfolg sind Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und taktisches Geschick.

    Der Ringkampf, nicht zu verwechseln mit dem amerikanischen Showringen Wrestling, kommt ursprünglich aus dem nahen Osten und ist über 4600 Jahre alt.

    Es werden zwei Stilarten unterschieden:
    Freistil: Der gesamte Körper, vom Kopf bis zu den Füßen, gilt als Angriffsfläche. Dieses gilt im Stand- wie auch im Bodenkampf.
    Griechisch-Römisch (kurz auch Greco): Nur der Körper oberhalb der Gürtellinie gilt als Angriffsfläche. Dieses gilt im Stand- wie auch im Bodenkampf.

    Derzeit gelten für die Männer folgende Gewichtsklassen: 55 kg, 60 kg, 66 kg, 74 kg, 84 kg, 96 kg und 120 kg.

    In den Altersklassen unterscheidet man (ab 2010) bei den Männern:
    Männer ab 17 Jahre, Junioren 17-20 Jahre, A-Jugend 15-17 Jahre, B-Jugend 13-14 Jahre.
    Bei den Frauen:
    Frauen ab 18 Jahre, weibl. Jugend 12-17 Jahre.
    Bei Mannschaften:
    Jugendmannschaft 14-18 Jahre, Schülermannschaft 10-14 Jahre.

    Die Ringermatte
    Ringermatte

    Als Kampfplatz dient eine weich gepolsterte Matte von 12 mal 12 Meter. Gekämpft wird in einem inneren Ring von 7 Meter Durchmesser. Um diesen Ring herum befindet sich die rot markierte, 1. Meter breite Passivitätszone, die nicht zur Abwehr, aber im Zuge der Kampfaktionen betreten werden darf.


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    • Die Regeln
    Die Regeln zielen darauf hin, den Gegner aus dem Stand in die Bodenlage und mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen. Dabei kommen als Techniken Würfe, Schleudern und Hebel zum Einsatz. Schläge, Tritte, Stöße und Würgen sind verboten. Die Kampfleitung und die Wertung der Griffkombinationen übernimmt der Kampfrichter oder ein Kampfgericht aus drei Wertungsrichtern. Sieger ist, wer am Ende der Kampfzeit die meisten Punkte gesammelt hat oder vorher seinen Konkurrenten auf beide Schultern gebracht („geschultert“) hat.
    Es wird international und in Turnierkämpfen in drei Kampfrunden, in Mannschaftskämpfen in fünf Kampfrunden zu je zwei Minuten Nettokampfzeit gerungen. Sieger ist, wer als Erster zwei bzw. drei Kampfrunden gewonnen hat. Der Schultersieg beendet den Kampf sofort.
    Eine Runde gewinnt derjenige vorzeitig, der völlig unabhängig vom Gesamt-Punktestand, zwei 3-Punkte-Wertungen oder eine 5-Punkte-Wertung erzielt. Ein Unterschied von sechs Punkten beendet ebenfalls die Runde. Beendet keiner der beiden Kontrahenten die Runde vorzeitig, siegt bei Punktgleichheit der Ringer mit den wenigsten Verwarnungen. Bei weiterem Gleichstand entscheidet die höchste Einzelwertung - sind diese weiterhin gleich hoch, bestimmt die letzte erzielte Wertung den Sieger.
    Der Ablauf einer einzelnen Runde unterscheidet sich in den beiden Stilarten. Im griechisch-römischen Ringkampf erfolgt zunächst eine Minute Standkampf, anschließend zweimal 30 Sekunden Bodenkampf, wobei jeder Ringer einmal in der Oberlage ist. Erzielt ein Ringer in den 30 Sekunden, in denen er Obermann ist, keine Wertung, so erhält sein Gegner einen Punkt zugesprochen.
    Im freien Stil existiert keine angeordnete Bodenlage. Wurde vor Ablauf der Zeit keine Wertung erzielt, darf der aktivere Ringer das Bein des Gegners fassen. Er hat vom Anpfiff 30 Sekunden Zeit, eine Wertung zu erzielen. Sein Gegner hat die Aufgabe, das zu verhindern oder selbst eine Wertung zu machen. Die erste Wertung bestimmt den Sieger der Runde. Wird keine Wertung erzielt, so gewinnt der verteidigende Ringer die Runde.

    Ergün Aydin, Emanuel Krause und Johannes Kessel. Deutsche Juniorenmeister 2009 im Freistilringen.

    Saba Bolaghi, DM Junioren 2008 und 2009, Bronze bei Junioren-Weltmeisterschaften in Ankara. Gew.Klasse 66kg.

    Christian Maier, 74kg, DM Freistil Junioren 2010 1. Platz.

    Organisation in Deutschland

    Der Spitzenverband ist der Deutsche Ringer-Bund. Er ist das Dach der 20 Landesverbände in denen die über 500 Ringervereine organisiert sind.


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    Landesverband

    Kürzel

    Vereine

    Bayerischer Ringer Verband

    BAY

    64

    Berliner Ringer-Verband

    BLN

    10

    Ringer-Verband Brandenburg

    BRB

    12

    Bremer Ringerverband

    BRE


    Hamburger Verband für Ringkampfsport

    HAM

    2

    Hessischer Ringer-Verband

    HES

    28

    Ringer-Verband Mecklenburg-Vorpommern

    MEV

    9

    Niedersächsischer Ringer-Verband

    NDS

    17

    Nordbadischer Ringerverband

    NBD

    42

    Ringerverband Nordrhein-Westfalen

    NRW

    58

    Ringer-Verband Pfalz

    PFZ

    10

    Schwerathletikverband Rheinhessen

    RHH

    6

    Schwerathletikverband Rheinland

    RHL

    13

    Saarländischer Ringer-Verband

    SRL

    25

    Ringer-Verband Sachsen

    SAS

    25

    Landes-Ringer-Verband Sachsen-Anhalt

    SAH

    19

    Ringer-Verband Schleswig-Holstein

    SLH

    4

    Südbadischer Ringerverband

    SBD

    70

    Thüringer Ringer-Verband

    TÜH

    17

    Württembergischer Ringerverband

    WTB

    66



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    Die erfolgreichsten deutschen Ringer

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    Carl Schuhmann, geboren am 12.5.1869 in Münster war viermal Olympiasieger der Olympischen von 1896 in Athen. Schuhmann war auch Erfolgreich im Turnen und Gewichtheben. Er ist in der Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.
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    Der „Kran von Schifferstadt, so wurde Wilfried Dietrich genannt. Geboren wurde er am 14.10.1933 in Schifferstadt. Er gewann 30 Deutsche Meisterschaften. Olympia-Gold holte er 1960 in Rom und den WM-Titel 1961. Mit nur 58 Jahren erlag er einem Herzinfarkt.
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    Pasquale Passarelli, lebend in Ludwigshafen am Rhein und wurde 1957 in Italien geboren. 1978 errang er den deutschen Meistertitel bei den Senioren. Es folgten die Titelgewinne der EM- und Weltmeisterschaft. 1984 wurde er Olympiasieger in Los Angeles.
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    Maik Bullmann, Jahrgang 1967, wuchs in der DDR auf. 1990 wurde er in Rom Weltmeister. 1991 holte Bullmann den EM- und WM-Titel und 1992 den Olympiasieg in Barcelona. 1996 schaffte er den 3. Platz bei den Olympischen Spielen in Atlanta.
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    Andreas Schröder, geboren am 7. August 1960 in Jena. Acht mal Deutscher-Meister und 5x Vizemeister. Er gewann in 20 Turnieren (Olympische Spiele, WM und EM) 13 Medaillen. 1988 in Seoul errang er Olympia-Bronze.
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    Alexander Leipold ist in Alzenau am 2.6.1969 geboren. Einundzwanzigfacher deutscher Meister, vierfacher Europameister, zweifacher Weltmeister und Sieger der Olympischen Spiele 2000 in Sydney. Leipold wurde von den deutschen Sportlern zum "Champion des Jahres 2003" gewählt.


    Positionen beim Ringen

    Stehende Position

    Jeder Kampf beginnt in stehender Position. Liegt ein Ringer in unterlegener Position auf der Matte und Gegner wird nicht aktiv, müssen beide wieder in den Stand.

    Kniende Position

    Der unten liegende Ringer muss sich in kniende Position (Bankstellung) begeben, wobei Hände und Knie mindestens 20 cm voneinander entfernt sein müssen. Er darf sich erst bewegen, wenn der obere Ringer beide Hände auf die Schulterblätter seines Gegners gelegt hat und der Kampfrichter den Kampf mit einen Pfiff wieder beginnt..

    Schultersieg

    Beide Schultern berühren die Matte. Der Ringrichter signalisiert dies durch Schlagen auf den Mattenboden und einen Pfiff. Der Kampf wird durch Schultern oder einen 10-Punktevorsprung vorzeitig entschieden.

    Gefährdete Position

    Eine gefährdete Position ist eine Brücke oder das Abstützen mit dem Ellenbogen, um die Schultern nicht auf die Matte legen zu müssen, wenn der Ringer mit einer Schulter auf der Matte liegt während die andere Schulter mit weniger als 90 grad zur Matte liegt.

    Deutsche Meisterschaften im Ringen 2016

    04.-06.03.


    18.-20.03.

    01.-02.04.
    08.-10.04.

    22.-23.04.
    29.-30.04.
    20.-21.05.
    03.-05.05.

    10.-12.06.
    28.-19.11.
    Junioren Freistil und
    Juniorinnen
    Junioren gr.-röm. Stil
    B-Jugend Freistil
    B-Jugend gr.-röm. Stil
    weibliche Jugend
    A-Jugend Freistil
    A-Jugend gr.-röm. Stil
    Jugendmannschaft
    Schülermannschaft
    German Masters
    Männer Freistil
    und Frauen
    Männer gr.-röm. Stil
    DMM der Frauen

    KSV Kirrlach / NBD
    KVA Remseck / WTB
    PSV Rostock / MEV
    KSV Kirchlinde / NRW
    RV Thalheim / SAS
    ASV Schwäbisch-Hall / WTB
    WKG Untere Nahe / RHL
    KV 03 Riegelsberg / SRL
    KSV Tennebronn / SBD
    SpVgg Freising / BAY
    RKG Freiburg 2000 / SBD

    RG Saarbrücken / SRL
    N.N.

    Deutsche Mannschaft Meisterschaft im Ringen 2015 / 2016

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    1/2 Finals

    Mainz - Weingarten
    09.01.2016 - 19:30 Uhr

    Weingarten - Mainz
    16.01.2016 - 19:30 Uhr

    Ispringen - Nedingen
    09.01.2016 - 19:30 Uhr

    Nedingen - Ispringen
    16.01.2016 - 19:30 Uhr


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    Und jetzt für Alle die bis hierhin gescrollt haben ein besonderes Schmankerl: Ein Video von HDVT 1 : „highlights wrestling european games in baku 2015“. Viel Spass beim Ansehen und vielen Dank an Kay David Jordan für sein großes Engagement und die tollen Videos !

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    Ringen behält bei den Spielen 2020 und 2024 seinen Status als olympische Sportart. Die 125. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees vergab am Sonntag in Buenos Aires den letzten freien Platz im Programm an den Traditionssport. Ringen setzte sich mit 49 von 95 abgegebenen Stimmen vor den Mitbewerbern Baseball/Softball und Squash durch. Damit korrigierte die IOC-Session das Fehlurteil der eigenen Exekutive, die sich im Februar für die Streichung des jahrtausendealten Sport aus dem Programm ausgesprochen hatte.

    "Es war solch ein Fehler, er muss einfach korrigiert werden", sagte IOC-Präsidentschaftskandidat Denis Oswald aus der Schweiz schon vor der Abstimmung stellvertretend für viele. Die Entscheidung vor sieben Monaten hatte weltweit Empörung hervorgerufen. Zu den entschiedensten Fürsprechern der Ringer hatte unter anderen Kremlchef Wladimir Putin gezählt.



    Ralf Böhringer, VfK Schifferstadt. Gold bei den Deutschen Meisterschaften gr.-röm. 2010 der Männer 120kg

    Florian Rau vom SV Halle. 3. Platz DM Junioren Freistil 2009. Gew.Klasse 74Kg.

    Kevin Schwäbe, 2. Platz DM Junioren Freistil 2009. Gew.Klasse 96Kg, 1.Platz Junioren Freistil 2010.

    Tim Müller vom KSC 07 Hösbach. 2. Platz DM Junioren Freistil 2009. 1. Platz Hessenmeister 2009.

    Marcus Plodek vom TSV Gailbach. 1. Platz Hessenmeisterschaften 2009 im Freistil. Gew.Klasse 84kg.

    Alexander Semisorov, 60kg, DM Freistil Junioren 2010 1. Platz.

    Christian Fetzer, TSV Herbrechtingen. Gold bei den Deutschen Meisterschaften gr.-röm. 2009 + 2010 der Männer bis 66kg

    Heinz Marnette, VfK Schifferstadt. Gewichtsklasse 66kg. Gold 2004,2006,2007,2008. Bronze 2005, 2009. Erreichte 2010 bei den Meisterschaften Platz 8.

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