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    Historie
    Der Faustkampf wurde erstmals im Jahre 688 v. Chr. in Griechenland bei den 23. Olympischen Spielen der Antike ausgetragen.
    Die Ursprünge des modernen Boxens liegen im England des 17. und 18. Jahrhunderts. Im Jahre 1681 organisierte der Herzog von Albemarle den ersten schriftlich belegten Kampf. Seit 1698 wurden im Londoner Königstheater regelmäßige Boxveranstaltungen durchgeführt. Dabei wurden die Hände in der Regel nicht bandagiert, sondern die Fingerknöchel lagen frei, was als Bare-knuckle-Boxen bezeichnet wird.

    Kastriot Sopa
    Kastriot Sopa, Deutscher Meister 2008 und 3. Intern. Deutscher Meister der U18 in 2009, intern. Deutscher Meister U21 2010.

    Die ersten (minimalen) Regeln der Neuzeit wurden durch den Fechtmeister James Figg aufgestellt. 1719 gewann Figg das erste offizielle Boxturnier seit der Antike und wurde Meister von England. 1743 wurde das erste größere Regelwerk (Broughton Rules) veröffentlicht, das zuweilen auch schon als erste Fassung der London Prize Ring Rules (im weiteren Sinn) gilt. Man durfte keinen Gegner mehr schlagen, der am Boden liegt, Tiefschläge waren ebenfalls verboten.
    1838 wurden diese Regeln durch die London Prize Ring Rules (im engeren Sinne) abgelöst. Wichtigste Neuerungen: Die Einführung eines Boxrings, den es vorher nicht gab und das Bandagieren der Hände, um Verletzungen zu vermindern.
    1867, etwa 100 Jahre nach Einführung der ersten Regeln, wurden die London Prize Ring Rules von einem Bekannten des Marquess of Queensberry so verändert, dass daraus die ersten Boxregeln für das Boxen mit Handschuhen, die sog. Queensberry-Regeln, hervorgingen.
    Der erste offizielle Boxweltmeister nach den Regeln des Marquess of Queensberry wurde am 7. September 1882 John L. Sullivan. Er kämpfte aber auch noch teilweise bare-knuckle, letztmals 1889 gegen Jack Kilraine.
    Bei den Olympischen Spielen 1904 in St. Louis feierte der Boxsport seine Premiere als olympische Sportart. 1906 wurde in Köln der SC Colonia 06 gegründet und ist damit der älteste aktive Amateur-Boxclub Deutschlands. Am 5. Dezember 1920 schlossen sich in Berlin unter dem Namen „Deutscher Reichsverband für Amateurboxen“ die deutschen Amateurboxer zusammen.

    Artem Harutyunyan
    Artem Harutyunyan, Deutscher Meister der U21 2009+2010

    Regeln
    In einem Boxkampf sind nur Schläge erlaubt, die mit der geschlossenen Faust ausgeführt werden. Jegliche Benutzung eines anderen Körperteils (beispielsweise des Fußes, der Innenhand etc.) werden nicht als Zähler anerkannt und müssen vom Ringrichter als Foul gewertet werden und zur Ermahnung, zu Punktabzügen oder im schlimmsten Fall zur Disqualifikation führen. Ein regulärer Schlag ist dann ausgeführt, wenn der Treffer auf der Vorderseite des Kopfes, des Halses, des gesamten Korpus bis zur imaginären Gürtellinie am Bauchnabel oder auf den Armen landet. Schläge unter die Gürtellinie sind verboten, sie gelten als Foul und führen zum Punktabzug. Außerdem werden Treffer auf die Arme oder auf den Handschuh von den Punktrichtern nicht als Zähler gewertet, da ein derartiger Schlag als blockiert gilt. Häufig sieht man, dass sich Boxer ineinander verklammern. Dies kann verschiedene Gründe haben. Z. B. muss ein Boxer, der sich in einer für ihn ungünstigen Entfernung zum Gegner befindet, klammern, damit der Ringrichter die Kontrahenten trennt und sie auffordert, einen Schritt zurückzutreten, so dass wieder Distanz geschaffen wird. Meistens jedoch verschaffen sich erschöpfte oder angeschlagene Boxer auf diese Weise eine Pause. Klammern stellt einen Regelverstoß dar, der aber aufgrund der Häufigkeit von den Ringrichtern oft geduldet wird. Allerdings muss ein Ringrichter, um einen flüssigen Kampfablauf zu gewährleisten, ab einem gewissen Grad Verwarnungen und damit Punktabzüge aussprechen.

    Christian Lewandowski
    Christian Lewandowski, 2008 Deutscher Juniorenmeister, Jugendmeister von 2010, Meister U21 2010

    Alle Beiträge von DPO
    über das Boxen
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    Donat Avdijaj
    Donat Avdijaj, zweifacher Deutscher Meister im Junioren- und Jugendbereich und Deutscher Meister U21 2010

    Kampfwertung (Amateurboxen)

    • Punktentscheidung
    Nach Beendigung der drei Runden siegt der Boxer, der mehr zählende Treffer landen konnte. Falls beide Boxer sich gleichzeitig verletzen oder sich gegenseitig zu Boden schlagen und ausgezählt werden, wird abgebrochen und nach erzielten Punkten entschieden.
    • Aufgabe
    Ein Boxer siegt, wenn sein Gegner den Kampf während einer Runde oder in einer Rundenpause aufgibt.
    Disqualifikation
    Ein Boxer siegt, wenn sein Gegner aufgrund einer schwerwiegenden Regelverletzung vom Ringrichter disqualifiziert wird.
    • Knockout
    Ein Boxer siegt, wenn er den Gegner zu Boden schlägt und dieser nicht innerhalb von zehn Sekunden wieder kampfbereit ist.
    • RSC-O
    („Referee stopped contest Outclassed“) – Der Gegner wird nach Einschätzung des Ringrichters deklassiert.
    • RSC-OS
    („Referee stopped contest – Outscored“) – Der Gegner liegt mit 20 (Senioren und Junioren) bzw. 15 (Frauen und Kadetten) Punkten zurück und wird aus dem Kampf genommen. Diese Regel gilt in der letzten Runde nicht.
    • RSC-I
    („Referee stopped contest – Injury“) – Der Gegner ist nach Einschätzung des Ringrichters aufgrund einer durch regulären Kampfverlauf erlittenen Verletzung nicht in der Lage, den Kampf fortzusetzen.
    • RSC-H
    („Referee stopped contest – Headblows“) – Der Gegner ist nach Ansicht des Ringrichters nach mehreren Wirkungstreffern nicht geeignet, den Kampf fortzusetzen. Das ist ebenfalls das Ergebnis, falls ein Boxer dreimal innerhalb einer Runde oder viermal innerhalb des gesamten Kampfes angezählt werden muss. Für Frauen gelten zwei bzw. drei Anzählungen.
    • Keine Wertung
    Der Kampf wird vom Ringrichter aufgrund nicht beeinflussbarer Umstände, die eine Kampffortsetzung behindern, abgebrochen. Dazu gehören zum Beispiel ein beschädigter Ring, ungeeignete Wetterbedingungen, ungenügende Lichtverhältnisse und ähnliches.
    • Walkover
    Der Boxer tritt kampfbereit an und gewinnt automatisch, wenn sein Gegner nach dem Ausruf seines Namens nicht innerhalb von drei Minuten im Ring erscheint.
    • Unentschieden
    Beide Boxer wurden von der Mehrheit der Punktrichter mit der gleichen Punktzahl bewertet. Ein Unentschieden ist nur in Länder- oder Vereinsvergleichen mit zwei Parteien möglich, nicht jedoch in internationalen Turnieren.


    Eduard Schmidt
    Eduard Schmidt, Deutscher Meister der Kadetten 2006 und 2007, Deutscher Jugend Vizemeister 2008 und Deutscher Meister U21 2010
    Sebastian Knigge
    Sebastian Knigge, Deutscher Juniorenmeister 2007, Intern. Deutscher Meister 2010 der U21
    Tyron Zeuge
    Tyron Zeuge, mehrfach Deutscher Meister im Junioren- und Jugendbereich, U19 Europameister 2009, 2010 intern Deutscher Meister U21

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    Boxring
    Der Boxring ist quadratisch und hat eine Kantenlänge zwischen 16 und 24 Fuß (488 bis 732 cm). Die Kantenlänge eines Standard-Boxrings beträgt 20 Fuß (610 cm). Der Kampfbereich wird von drei oder vier Seilen umspannt, die jeweils drei bis fünf Zentimeter stark sind und in den Höhen 40 – 80 – 130 Zentimeter (bei drei Seilen) oder 40 – 75 – 105 – 135 Zentimeter (bei vier Seilen) hängen. Der Bodenbereich außerhalb der Seile muss mindestens 50 Zentimeter breit sein. Der Ringboden ist elastisch und mit einer Zeltplane bespannt. In den Ringecken befinden sich Eckpolster, von denen eines rot, eines blau und zwei weiß sind. Das Wort „Ring“ in Boxring kommt von dem Ring/Kreis, den die Schaulustigen um die Kämpfer bilden, und existiert in dieser Bedeutung im Englischen seit dem 14. Jahrhundert.

    Denis Radovan
    Denis Radovan, mehrfach Deutscher Meister im Junioren- und Jugendbereich und Meister U21 2010

    Das Olympische Boxen
    (früher Amateurboxen genannt)
    Es gibt grundlegende Unterschiede zwischen Amateur- und Profiboxsport. Die Regeln für den Amateurboxsport werden von der AIBA, dem Weltverband des Amateurboxsports festgelegt. Diese Regeln sind zugleich die Grundlage für das Boxen als olympische Disziplin. Somit ist die Teilnahme an Olympischen Spielen nur Amateurboxern gestattet, die dem Weltverband AIBA angehören. Amateur- und Profiboxsport haben unterschiedliche Regeln und sind von Technik, Ausführung und Taktik her nur begrenzt vergleichbar. Darüber hinaus gibt es im Profibereich kleinere Unterschiede zwischen den einzelnen Verbänden.
    Ein Kampf wird normalerweise in drei Runden von je drei Minuten Länge ausgetragen, zwischen den Runden jeweils eine Minute Pause. Es entscheidet die Anzahl der Treffer. Ein Treffer wird anerkannt, wenn mindestens drei der fünf Punktrichter einen Schlag innerhalb einer Sekunde als Treffer anerkennen. Dies geschieht durch Eingabe in einen Computer. Dieser wertet die Eingaben aus und zeigt die Treffer an. Dieses System soll die Urteile nachvollziehbarer machen und Manipulationen einschränken. Das Tragen eines Kopfschutzes und eines ärmellosen Oberteils ist bei Amateurboxkämpfen Pflicht. Das Oberteil muss sich von der Hose farblich deutlich unterscheiden, damit die Gürtellinie klar erkennbar ist. Bei Boxhandschuhen im Amateursport ist die erlaubte Trefferfläche weiß markiert, um dem Kampfgericht das Erkennen regelwidriger Treffer zu erleichtern.

    Dieter Geier
    Dieter Geier, Juniorenmeister 2007, Jugendmeister 2008, und Deutscher Meister 2009 + 2010 der U21

    Altersklassen
    Neben der Einteilung in Gewichtsklassen, werden die Athleten im Amateurboxen nach dem Alter unterschieden (dies ist eine Grobeinteilung, es wird nach Stichtagen und Jahren in die Klassen eingeteilt):
    • Schüler 10-12 Jahre (u13)
    • Kadetten 13-14 Jahre (u15)
    • Junioren 15-16 Jahre (u17)
    • Jugend 17-18 Jahre (u19)
    • Elite Männer/Frauen über 18-34 Jahre
    Der Altersunterschied bei Vergleichskämpfen darf höchstens 2 Jahre betragen.

    Gewichtsklassen (DBV)
    Männer (Amateure)
    46 - 49 kg Halbfliegengewicht
    bis 52 kg Fliegengewicht
    bis 56 kg Bantamgewicht
    bis 60 kg Leichtgewicht
    bis 64 kg Halbweltergewicht
    bis 69 kg Weltergewicht
    bis 75 kg Mittelgewicht
    bis 81 kg Halbschwergewicht
    bis 91 kg Schwergewicht
    > 91 kg Superschwergewicht

    Frauen (Amateure)
    bis 48 kg Halbfliegengewicht
    bis 50 kg Fliegengewicht
    bis 52 kg Bantamgewicht
    bis 54 kg Federgewicht
    bis 57 kg Leichtgewicht
    bis 60 kg Halbweltergewicht
    bis 63 kg Weltergewicht
    bis 66 kg Halbmittelgewicht
    bis 70 kg Mittelgewicht
    bis 75 kg Halbschwergewicht
    bis 80 kg Schwergewicht
    bis 95 kg Superschwergewicht
    > 95 kg Superschwerplus

    Kampfstile beim Boxen

    Bereits in frühen Jahren entwickelt ein Boxer einen eigenen Stil. Dieser Stil ist abhängig von mehreren Faktoren wie beispielsweise das Talent, die Schnelligkeit, Aggressivität, Punchfähigkeit sowie der Persönlichkeit des individuellen Boxers. Generell lassen sich vier weitverbreitete Boxstile ausmachen.

    Der Schwärmer zeichnet sich durch eine gewisse Aggressivität und Hartnäckigkeit aus. In der Regel ist er resistent gegen härtere Schläge, weiß aber auch selbst einen Schlag richtig zu setzen. Er geht eng zum Körper des Gegners um ihn am Schlagen zu hindern und im Gegenzug selbst seine Treffer zu landen. Der Schwärmer ist sehr schnell und extrem beweglich. Hierdurch zwingt er den Gegner sich ebenfalls mehr als gewohnt zu bewegen. Dadurch hat der Schwärmer gegen Ende des Kampfes einen konditionellen Vorteil.

    Der Schläger verlässt sich während eines Kampfes auf seine Schlagkraft. Er ist sich seiner überlegenen Schlaghärte bewusst und wartet auf den richtigen Zeitpunkt um seinen Gegner zu Boden zu schicken. Er ist das genaue Gegenteil zum Schwärmer. Häufig genügen dem Schläger ein bis zwei richtig platzierte Schläge um den Gegner niederzuschlagen. Er zeichnet sich auch durch sehr gute Nehmerqualitäten aus. Der Körperbau des Schlägers ist eher massig oder sehr muskulös, was ihn im Gegensatz zum Schwärmer langsam macht.

    Der Boxer besitzt mit Abstand die beste Technik. Er hat ein sehr gutes Auge und ist sowohl in der Defensive als auch in der Offensive exzellent ausgebildet. In der Regel nähert er sich seinem Gegner von weitem, tritt blitzschnell an ihn heran um seine Schläge zu landen und bewegt sich wieder rasch vom Gegner weg, oder weicht dessen Schlägen aus. Er ist besonders im Kampf gegen Schläger im Vorteil und zermürbt diese durch seine einzigartige Beweglichkeit, die nur wenige Treffer zulässt.

    Der Boxer-Puncher vereint die Qualitäten eines Boxers und Schlägers. Er besitzt das technische Talent und die exzellente Beweglichkeit des Boxers und verfügt zudem über einen sehr harten Schlag. Ein Boxer, der diesen Stil perfektioniert ist in vielen Kämpfen im Vorteil, da ihm die meisten Nachteile andere Stilkategorien fehlen. Er kann somit beispielsweise den Schnelligkeitsvorteil des Schwärmers egalisieren und ihn dank seiner Schlagkraft vorzeitig zu Boden schicken. In Schwierigkeiten gerät der Boxer-Puncher gelegentlich gegen Boxer der Schlägerkategorie, da ihm oftmals die extreme Nehmerqualität, die diese Kategorie unter anderem auszeichnet fehlt.
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    Der Deutsche Boxsport-Verband e.V. (bis 2003 Deutscher Amateur-Box-Verband, DABV) organisiert und fördert das Amateur-Boxen in Deutschland. Er unterteilt sich in Bundes- und Landesorganisationen und ist Mitglied in der europäischen EABA und dem Weltverband AIBA.
    Der DBV organisiert die Bundesligen und richtet die deutschen Meisterschaften aus.
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    Die World Series of Boxing (WSB) wurde vom Internationalen Boxverband AIBA initiiert und ist bislang die einzige Profiboxserie, bei der die Boxer ihre Startberechtigung für die Olympischen Spiele und die Wettkämpfe der nationalen Verbände des Olympischen Boxens behalten.
    Der internationale Wettbewerb wird in zwei Gruppen durchgeführt, wobei das zum ersten Mal teilnehmende deutsche Team in Gruppe B startet. Die einzelnen Teams haben mindestens 10 Boxer im Kader, die in fünf Gewichtsklassen starten. In der WSB wird ohne Kopfschutz und ohne Leibchen geboxt. Drei Punktrichter und ein Ringrichter begleiten die Kämpfe. An einem Turniertag gibt es fünf Kämpfe. Ein WSB-Kampf geht über fünf Runden zu je drei Minuten. Das Team mit den meisten Siegen in den fünf Kämpfen gewinnt den Turniertag.
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    Sehr erfolgreich treten in der World Series of Boxing für Deutschland die Leipzig-Leopards an !



    Finale Württembergische Meisterschaften 2010 Melvin Lee Perry, 2x Württembergischer Meister, Hessen Cup Gewinner, Süd Deutscher Meister 2010.

    Artur Bril
    Lightweight - Artur Bril (Leipzig, left) vs. Ramon Hidalgo (Mexico, right) (c) World Series Boxing



    Schlagtechniken beim Boxen


    Beim Cross handelt sich um eine Gerade, die mit der Schlaghand (das ist die stärkere Hand) geschlagen wird. Der Cross ist ein sogenannter Powerpunch - im Gegensatz zum Jab, einer Geraden mit der Führungshand.
    Die Schlaghand wird vom Kinn auf einer geraden Linie ins Ziel geführt. Gleichzeitig wird die Schulter nach vorne gebracht, bis sie das Kinn leicht berührt; die Führhand wird zurückgenommen, um das Kinn zu schützen. Um dem Cross zusätzliche Schlagkraft zu verleihen, wird die Hüfte etwas mitgedreht und das Gewicht auf den vorderen Fuß verlagert. Weiters kann ein Halbschritt nach vorne erfolgen. Anschließend wird die Schlaghand schnell zurückgezogen und die Deckung wieder eingenommen.


    Der Haken ist der Schlag, der beim Boxen in der Halbdistanz zu den häufigsten Schlägen gehört. Dabei wird der Arm aus der Deckung möglichst ansatzlos, mit einer leichten Oberkörperneigung zur Seite, gehoben. Nach dieser Ausholbewegung wird der Schlag ausgeführt.
    Idealerweise soll dabei der Ellbogen auf Schulterhöhe gehalten werden und sein Gelenk einen Winkel von 110 Grad aufweisen, da so das gesamte Körpergewicht des Schlagenden hinter der "Lanze" Unterarm sitzt. Die Schlagkraft kommt dabei weniger aus dem Arm oder der Schulter, sondern entsteht durch die Entwringung des Oberkörpers kombiniert mit der Streckung des Standbeins des Boxers.
    Der Haken eignet sich vor allem als K.O.-Schlag, da er von der Seite kommt und somit durch die Deckung des Gegners gelangen und dabei die K.O.-Punkte Kinn und Schläfe treffen kann. Der Haken kann auch zum Körper geschlagen werden, wo er besonders effektiv bei Ausweichmanövern wie dem Unterpendeln eines gegnerischen Schlags ist und dem verteidigendem Boxer erlaubt, dem Gegner die Luft für seinen Angriff zu nehmen (Schlag auf den Solarplexus) oder ihn sogar kampfunfähig zu machen (Leberhaken).


    Ein Jab beim Boxen ist eine abrupt geschlagene Gerade mit der Führhand. Als Führhand wird dabei die (meist) etwas schwächere Schlaghand bezeichnet, also bei Rechtshändern üblicherweise die Linke und umgekehrt. Er ist praktisch nie der stärkste Schlag eines Boxers, weil die Kraft des Schlags nicht durch die nachfolgende (Ober-)Körpermasse verstärkt wird und die Kraft vor allem aus dem Trizeps kommt. Man sieht nur ganz selten, dass Boxer nach einem einzelnen Jab zu Boden gehen. Dies passiert am ehesten bei einem „Glaskinn“, also mangelnden Nehmerqualitäten am Kopf. Ein Boxer, der permanent den Jab einsetzt („Jabber“), kann allerdings seine Gegner damit zermürben.
    Ein Boxer nutzt den Jab hauptsächlich, um die „Luftlinie“ zum Gegner zu beherrschen und dafür zu sorgen, dass dieser nicht die Gelegenheit bekommt, Vorteile im Kampf in unmittelbarer Körpernähe (Nahkampf oder Clinch) oder in einer Nähe zu erringen, deren Distanz zum Gegner geringer ist als die Reichweite seiner Führhand.


    Ein Aufwärtshaken, im Boxsport Uppercut ist ein Schlag, welcher als Ziel meist das Kinn des Gegners hat und daher im Volksmund auch als Kinnhaken bekannt ist. Der Aufwärtshaken wird oft eingesetzt, um eine Schlagkombination einzuleiten oder abzuschließen.
    Der Uppercut wird von der Nabelgegend aus in eine Aufwärtsbewegung geführt, wodurch die Form eines Hakens entsteht, bevor die Faust das Gesicht oder den Körper des Gegners trifft. Ein Aufwärtshaken wird am besten aus der Nähe ausgeführt, da mit zunehmender Entfernung zum Gegner die Chance steigt, diesen zu verfehlen. Ein Uppercut richtet im Regelfall den größten Schaden an, wenn er das Kinn des Gegners trifft, doch auch Oberkörper, Nase und Augen sind typische Ziele. Er gehört damit zu den Infight-Techniken.

    Landesverbände im DBV



    Tobias Funke
    4. Internationalen Deutschen Meisterschaften im Boxen U21. Klasse bis 75kg Volltreffer von Tobias Funke an Alexej Schewtschuk.

    Artur Bril
    U19 Box-Olympiasieger Artur Bril (Blau) im fight mit Ullubij Hayrullaew (Rot)

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